Musiktheater am RTG: „Wunschfrei“ ließ keine Wünsche offen

Schwerte. Viel Applaus und der Respekt des Publikums waren der Lohn für eine beeindruckende Leistung des Deutsch-Musikkurses bei der Premiere seines Musiktheaterstücks „Wunschfrei“ am Samstagabend in der Aula des Ruhrtal-Gymnasiums.

Das Publikum zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Talenten der Schülerinnen, die nicht nur schauspielerten und sangen, sondern zum Teil auch noch mehrere Instrumente spielten, um das Stück mit Livemusik zu begleiten. Viel Herzblut steckte in der Darbietung der Texte und Songs, die die zehn Teilnehmerinnen des Deutsch-Musik-Projektkurses unter Leitung von Musiklehrer Michael Blaschke zum größten Teil selbst geschrieben und auch komponiert hatten. Jessika Töpfer spielte in „Wunschfrei“ eine junge Frau, die mit Hilfe eines magischen Begleiters (überzeugend dargestellt von Tabea Zurnieden) auf mehreren Stationen nach dem perfekten Wunsch für ihre Zukunft sucht. Die sehr persönliche Auseinandersetzung der Schülerinnen mit dem Stück spiegelte sich dabei in gefühlvollen Gesangseinlagen und nachdenklich stimmenden Reflexionen wider.

Ein aktuelles Thema

Die angehenden Abiturientinnen beschäftigen sich in“Wunschfrei“ mit dem für sie besonders aktuellen Thema der Lebens- und Karriereentscheidungen. In Anlehnung an das Märchen „Der Fischer uns seine Frau“ hinterfragten sie unter anderem die Profitorientierung der Konsum- und Wegwerfgesellschaft und die Zerrissenheit des Menschen zwischen Anforderungen der modernen Arbeitswelt sowie privater bzw. familiärer Erfüllung. Dabei klang in den von Wencke Krause eindrucksvoll vorgetragenen Liedern einer Straßenmusikantin der Wunsch nach einem unbeschwerten, glücklichen und feien Leben angesichts des baldigen Endes der Schulzeit schon fast ein wenig wehmütig.

Der Musik-Deutsch-Projektkurs der Q2 bereichert seit diesem Schuljahr zusammen mit dem neuen Wahlfach Theater&Film in der Jgst. 8 das künstlerisch-musische Angebot am Ruhrtal-Gymnasium und wird in neuer Zusammensetzung auch im nächsten Jahr wieder zur Vielfalt der Aufführungen beitragen.

Merle Büchner

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