Dimitrios Axourgos nach dem Sieg am Sonntag: „Ja, ich nehme die Wahl an“

Schwerte. Am Dienstag stellt der Wahlausschuss schon sehr früh das amtliche Endergebnis der Bürgermeisterwahl fest. Danach hat Dimitrios Axourgos noch eine Woche Zeit, die Wahl anzunehmen. So lange aber wird er nicht brauchen. „Ja, ich nehme die Wahl an“, sagte er dem Blickwinkel einen Tag nach seinem überragenden Sensationssieg. Der unterlegene Adrian Mork, gemeinsamer Kandidat von CDU, Grünen und FDP, saß zu diesem Zeitpunkt schon wieder mit Mitgliedern des Verwaltungsvorstandes in einer Sitzung. Einen Tag nach der Wahl hat der Stadtplaner seine Arbeit wieder aufgenommen.

„Ein gutes Signal“

Adrian Mork leitet den Fachbereich IV „Stadtplanung und Bauen“ – und das soll auch so bleiben. Als am Sonntagabend seine deutliche Niederlage feststand, hatte er seinem neuen Chef schon seine konstruktive Mitarbeit zugesichert und damit ein Ausrufezeichen gesetzt. „Das ist ein gutes Signal“, unterstreicht Dimitrios Axourgos, der natürlich auch die ausgestreckte Hand von CDU-Fraktionschef Marco Kordt registriert hat. „Ob Politik oder Verwaltung oder Bürgerinnen und Bürger, jeder ist gerne gesehen“, so Axourgos, wenn es um die Lösung der Probleme in dieser Stadt geht.

Auf 45:43 getippt

Niemals hätte der SPD-Kandidat geglaubt, gleich im ersten Wahlgang Bürgermeister zu werden. „Wir hatten auf eine 45:43 getippt“, sagte der Sieger. Dass er sich am Ende mit rund 26 Prozentpunkten Vorsprung vor seinem Widersache Adrian Mork durchsetzen würde, hatte niemand auf der Agenda. Hat er seinen Erfolg denn schon realisiert? „Mittlerweile so halb“, sagte Dimitrios Axourgos am Tag danach. Jetzt möchte der Lehrer am Friedrich-Bährens-Gymnasium möglichst noch eine Abiturklausuren begleiten und dann seine Beurlaubung auf den Weg bringen. Sollte er in sieben Jahren nicht mehr als Bürgermeister kandidieren oder seinerseits die anstehende Wahl verlieren, würde er gerne in seinen Job zurück.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Schwerte HAns.-Georg Winkler gratuliert dem neuen Bürgermeister. Der unterlegene Adrian Mork klatscht Beifall.

Konstruktives Miteinander

Hat er jetzt Angst vor der Ratsarbeit? Immerhin verfügt das Jamaikabündnis (das ja jetzt eigentlich keines mehr ist) über eine Mehrheit, die ihm das politische Tagesgeschäft erschweren könnte. „Nein“, sagt Dimitrios Axourgos, „ich freue mich auf die Arbeit und glaube, dass wir ein konstruktives Miteinander hinbekommen werden“. Verwaltungsintern will er Strukturen auf ihre Effizienz überprüfen. „Niemand muss aber Sorgen haben, dass ich jetzt Tabula rasa mache“. Als eine seiner ersten Amtshandlungen plant er einen Besuch beim Baubetriebshof. Eine Privatisierung dieses Bereichs ist für ihn ausgeschlossen, hatte er gleich mehrfach im Wahlkampf unterstrichen. Und dass er jetzt seinen Wohnsitz in Schwerte einnehmen werde, hat Dimitrios Axourgos schon am Wahlsonntag erklärt.

Mammutaufgaben

Und Adrian Mork? „Ich bin schon sehr enttäuscht“, machte er am Tag danach aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Ich war fünf Monate intensiv unterwegs und hatte mir natürlich ein anderes Ergebnis ausgerechnet. Aber ich kann gut damit leben und werde mich weiter für Schwerte einbringen“, macht Adrian Mork deutlich, dass sein Angebot auf eine konstruktive Mitarbeit ein ernst gemeintes gewesen ist. An seinen Ideen möchte er festhalten, „ich bin aber gespannt auf neue Prioritäten“ und sprach von Mammutaufgaben, die auf die Stadt und ihren neuen Bürgermeister zukommen werden.

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Dimitrios Axourgos ist Schwertes neuer Bürgermeister

 

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